Biographie - Alan Spencer

Alan Spencer

Teil I

Alan Spencer ist der Schöpfer unserer Lieblingsserie »Sledge Hammer!«. Er lebt in Hollywood und ist Autor, Produzent und Regisseur.
Als Spencer in die siebte Klasse ging, unternahm er einen ersten Ausflug ins Showgeschäft. Er trat als Kandidat in Chuck Barris’ berüchtigter »Gong Show« auf, wo er »Let it be« sang und als Mikrophon einen Schuh benutzte. Die Leute waren begeistert (und der Gong ertönte nicht), weshalb er bald begann, in örtlichen Nachtclubs als Bühnenkomiker aufzutreten. Letztendlich schaffte er es in L.A.s renommierten »Comedy Store«.

Anstatt nach der Schule zurück nach Hause zu fahren, nahm er den Bus zu den »Twentieth Century Fox«-Studios, wo sein Vorbild Mel Brooks beim Komödien-Kracher »Frankenstein Junior« Regie führte. Während der Dreharbeiten wurde Spencer vom britischen Komödianten Marty Feldman bemerkt, der erkannte, dass sich der Junge dort unbefugt aufhielt. Feldman, ein koboldhafter Typ, der viel für Übermut und Unfug übrig hatte, freundete sich mit Alan an und erlaubte ihm, regelmäßig als sein persönlicher Gast wiederzukommen.
Feldman ermunterte Spencer dazu, als Autor tätig zu werden, dann würde er nicht nach seinem Alter, sondern nach seiner Arbeit beurteilt werden. Im Bewusstsein, dass Woody Allen schon als Jugendlicher Witze an Zeitungen verkaufte, wählte er einen ähnlichen Ansatz.

Schon bald verkaufte Spencer sein Material per Post an Top-Komiker, die nicht bemerkten, dass der Autor noch ein Kind war. (Jahre später traf er Rodney Dangerfield und erzählte dem Humoristen, dass er ihm im Alter von fünfzehn Jahren Witze verkauft hat. Dangerfield antwortete: »Ich erinnere mich an jene Witze. Sie sahen aus, als wären sie von einem Fünfzehnjährigen geschrieben.«)

Nachdem er eine Radiosendung entworfen hatte und witzige Texte von ihm im »National Lampoon« erschienen waren, war Spencers Selbstvertrauen stark genug, um ins Fernsehen vorzudringen.

Noch während seiner High-School-Zeit verkaufte Alan allen Widrigkeiten zum Trotz eine Geschichte an die Fernsehkomödie »One Day At A Time«, was ihm die Ehrung einbrachte, das jüngste Mitglied der Amerikanischen Schriftsteller-Vereinigung (»Writer’s Guild of America«) zu sein.
Daraufhin nahm »Paramount Television« den jungen Spencer als Drehbuchautor unter Vertrag. Während dieser Zeit arbeitete er an Serien wie »Mork vom Ork« und »Working Stiffs« mit Michael Keaton.
Im selben Studio spielte Andy Kaufman zu der Zeit Latka Gravas in der Situationskomödie »Taxi«. Kaufman und Spencer wurden schnell Freunde. Andy hatte eine tiefgreifende Wirkung auf Alan, z. B. als er ihn einen 96-Stunden-Marathon mit »People’s Court«-Episoden durchstehen ließ. Auch überzeugte er Alan, außerhalb der Grenzen traditioneller Fernsehkomödien zu denken.
Schließlich begann Spencer, experimentelle Theaterstücke und Drehbücher mit einem eher »abgedrehten« Humor zu schreiben.
Die vorzeitigen Todesfälle von Marty Feldman als auch Andy Kaufman ließen Alan am Boden zerstört zurück.
Er gelobte, die beiden Männer zu ehren und fortan nur noch »abnormale« Komödien zu schreiben. Als er versuchte, mit seinen merkwürdigen Drehbüchern zu hausieren, hielt Alan sich durch das Schreiben von Material für solch bekannte Komiker wie Garry Shandling und Michael Richards über Wasser.
Schließlich erregte eines seiner Drehbücher große Aufmerksamkeit: eine kranke Satire, auf die Verschmelzung von Exekutive und Judikative in Kriminalfilmen, genannt »Sledge Hammer!«.

Teil II

 Nachdem »Sledge Hammer!« als viel gepriesene TV-Serie startete, brachte niemand anderes als sein Idol, Mel Brooks, Spencer dazu an einer kurzlebigen NBC-Sitcom namens »The Nutt House« mitzuwirken.
Tom Shales, Kritiker bei der Washington Post, bezeichnete Brooks und Spencer als die »zwei großmütigen Spinner Amerikas«.

Es folgte sein Debüt als Regisseur im von ihm geschrieben Spielfilm »Hexina – Schön verrückt und gefährlich«, einer Billigproduktion.
In diesem Film spielt Claudia Christian ein mörderisches Fotomodell. Die Handlung des Films beschäftigt sich damit, wie sehr Mord eine Beziehung belasten kann.

Wieder beim Fernsehen, schrieb und produzierte Alan eine Sience-Fiction-Komödie für CBS namens »Galaxy Beat«.
Im stürmischen halbstündigen Pilotfilm, welcher einen ähnlichen satirischen Unterton wie »Sledge Hammer!« aufweist, spielen Hauptdarsteller Gregory Harrison und Tracy Scoggins zwei »galaktische Friedenswächter«. Obwohl der Film als »zum Schreien komisch« geadelt wurde, entschieden sich die feigen CBS-Verantwortlichen gegen eine Produktion der »Galaxy Beat«-Serie.
Das Projekt wurde als »zu anders«, bezogen auf den damaligen Einheitsbrei des Senders, angesehen … zu dem zum Beispiel »The Nanny« gehörte – eine Sendung, die für Eltern entworfen wurde, die ihren Kindern das Fernsehgucken abgewöhnen möchten.

Vielseitigkeit bewies Spencer, als er einen dramatischen zweistündigen Sience-Fiction-Pilot namens »Tomorrow Man – Retter aus der Zukunft« (Hauptdarsteller waren Julian Sands und Giancarlo Esposito), für CBS schrieb und produzierte.
Leider wurden die Verantwortlichen des Senders, die »The Tomorrow Man« in Auftrag gegeben hatten, gefeuert, bevor die Produktion abgeschlossen war. Die neue Geschäftsführung zeigte sich enttäuscht, dass Spencer keine abgedrehte Komödie geschaffen hatte.
Deshalb stieß »The Towmorrow Man« nur in Europa auf positive Resonanz. Der Film ist außerhalb der USA auf Video erschienen.

Zum Spaß nahm Alan eine Minirolle im Independentfilm »Free Enterprise« an, welcher von den Kritikern durchaus gute Noten bekam. Eine lockere, romantische Komödie über »Star Trek«-Fans deren Leben sich verändert, nachdem sie ihr Idol William Shatner, welcher sich selbst mit vulkanischer Gelassenheit auf die Schippe nimmt, treffen.
Alans Freunde Mark Altman und Robert Meyer Burnett waren als Co-Autoren, Produzenten und Regisseure an dem Film beteiligt.

Teil III

Alan spielte einen verwirrten Partygänger, der versucht, ein junges Ding abzuschleppen – er improvisierte seinen gesamten Text. Zu seinen weiteren Bildschirmauftritten zählten »The E! True Hollywood Story«, welches von seinem Freund Andy Kaufman handelt, ebenso wie TV Lands Dokufilm »Get Smart!«.

Über die Jahre hatte Alan Spencer das einzigartige Glück, mit den Helden seiner Kindheit zusammenzuarbeiten und sogar mit ihnen Freundschaft zu schließen. Neben dem oben genannten Mel Brooks stehen auf dieser Liste Don Adams und Anthony Perkins, für die Spencer den innovativen Pilotfilm »The Ghost Writer« schrieb und produzierte.
In jüngerer Zeit arbeitete Alan hinter den Kulissen von Spielfilmen als »Drehbuch-Doktor« – und war zum Schluss für seine Fähigkeit, Dialoge »aufzupeppen« und dadurch die Lachquote deutlich zu steigern, sehr gefragt.

Alan betätigte sich auch im Bereich der Printmedien, er schrieb Essays für das Männermagazin »Razor«. Sein erster Beitrag hieß »Save The Lap Dance For Me« und war eine amüsante Enthüllung, wie riskant es ist, einen Stripclub zu besuchen. Spencer recherchierte die Sache gründlich und bewies journalistische Integrität, als er unzählige Stunden mit Stripperinnen verbrachte – er schmuggelte sogar eine versteckte Kamera in solch einen Club.
Danach schrieb er die Titelgeschichte des Monats Februar für »Razor«: »Where Have All The Real Men Gone?«. Dieses Meisterwerk chronologisiert die Entmannung der Machos im Fernsehen, welche kurzerhand im ultimativen »Rollentausch« durch Actionheldinnen ersetzt werden. Spencer beendete den Artikel mit dem Versuch, die Männlichkeit des modernen Mannes zurückzufordern, indem er eine altmodische Kneipenschlägerei provozieren möchte – mit unerwartetem Ausgang.

Im Privatleben ist Alan Unterstützer karikativer Organisationen wie »Unicef« und die »Los Angeles Mission«.
Er ist außerdem bekannt dafür, ausgefallene Partys zu schmeißen, auf dessen Gästelisten jeder, von der Tänzerin bis zum Bewohner des »Planet der Affen«, steht.

Alan hält bis heute sein Versprechen, das er nach Martys und Andys Tod gab.

Im Moment befindet sich Alan Spencer in Verhandlungen, um einen »Sledge Hammmer!«-Spielfilm zu ermöglichen.

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Stichworte: Alan Spencer, Biographie
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