Biographie - David Rasche

David Rasche

Ein großer, blonder, schroffer aber gut aussehender Darsteller auf der Bühne, in Film und Fernsehen – David Rasche, am bekanntesten als abgedrehter und schießwütiger Polizist aus der Kultserie »Sledge Hammer!« (1986–1988), einer Parodie auf Helden wie Clint Eastwoods »Dirty Harry«. Ebenfalls sehr bekannt ist er aus der Serie »Nurses« (»Hallo Schwester!«; 1992–1994) in der Rolle des krummen Finanzhais Jack Trenton, der auf Anordnung des Gerichts Sozialstunden im Krankenhaus abarbeiten muss.

Rasche wurde am 07. August 1944 in St. Louis geboren und wuchs in Illinois auf. Seine Theater-Ausbildung absolvierte er bei Chicagos berühmtester Theatergruppe, der »Second City«. Er ersetzte schließlich John Belushi in der Gruppe, der auch Gilda Radner, Bill Murray und Harold Ramis angehörten. Um 1974 schuf er eine Verbundenheit zum berühmten Bühnenautor David Mamet durch seinen Auftritt in Mamets »Sexual Perversity in Chicago«. In den folgenden zwei Jahrzehnten spielte er in einer Reihe von ausgezeichneten Theaterstücken, von Michael Cristofers mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetem »The Shadow Box« (1977) bis zur genialen Komödie »Lunch Hour« (1980). Schließlich erhielt er eine der Hauptrollen an der Seite von Gilda Radner unter Mike Nichols' Regie. Ähnlich wie William H. Macy, trat Rasche als einer der ersten Interpreten von Mamets Theaterstücken auf. Er erntete großes Lob für seine persönliche Interpretation des gerissenen Geschäftsmannes in »Speed-the-Plow« im Jahre 1988 und als Hauptdarsteller in einer Neuauflage von »Edmond« von 1997.

Auf dem Fernsehschirm hat Rasche seinen mittelwestlichen Charme und sein engelhaftes Antlitz erfolgreich ausgespielt, um im Allgemeinen Intriganten und kriecherische Geschäftsleute zu spielen. Während seine umfangreichen Auftritte u.a. Gastrollen in »Miami Vice« und »Kate & Allie« umfassen, hatte er auch regelmäßige oder wiederkehrende Rollen in verschiedenen Serien wie »L.A. Law«, »Sara« und »The Trials of Rosie O'Neill« (»Die Fälle der Rosie O'Neill«). In jüngerer Zeit spielte er den aalglatten Miteigentümer eines Verlages in der kurzlebigen Comedy-Serie »High Society« (1995–1996). In der Kategorie der TV-Filme wirkte er in Prestige-Produktionen wie NBCs experimentellem »Special Bulletin« (1983) und HBOs atemberaubenden »Barbarians at the Gate« (»Der Konzern«; 1993) mit. Rasche lieh außerdem in Zeichentrick-Produktionen seine Stimme, u.a. in der Samstagmorgen-Sendung »Santo Bugito« auf CBS (1995).

Gelegenheiten, sein Können auf der Kinoleinwand unter Beweis zu stellen, boten sich für den Bühnen-Veteranen weniger oft. Rasche debütierte in der Rolle eines Mimen in Woody Allens Spielfilm »Manhattan« (1979) und spielte später größere Rollen in »Native Son« (»Native Son – Im Namen der Gerechtigkeit«; 1986), in Alan Rudolphs »Made in Heaven« (1987), zusammen mit Tom Selleck in »An Innocent Man« (»Von Bullen aufs Kreuz gelegt«; 1989) und in »Delirious« (»Des Wahnsinns fette Beute« / »Jack allein im Serienwahn«; 1991). Eine seiner besten Spielfilmrollen hatte er in Bette Midlers »That Old Feeling« (»Noch einmal mit Gefühl«; 1997). Zuletzt spielte er eine größere Rolle in der Kinokomödie »Just Married« (»Voll verheiratet«; 2003).

Bookmark bei del.icio.us Bookmark bei Mister Wong Bookmark bei google Bookmark bei Linkarena

Stichworte: David Rasche, Sledge Hammer, Biographie
Anzeigen